Future Skills – 30 Kompetenzen für eine Welt im Wandel

Ob Künstliche Intelligenz, Klimawandel oder Demokratie – unsere Welt verändert sich derzeit schneller denn je. Entscheidungen müssen häufiger unter Unsicherheit getroffen werden, Wissen veraltet schneller und neue Technologien verändern unseren Alltag spürbar. Wir müssen lernen, mit widersprüchlichen Informationen umzugehen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und uns in neue Themen einzuarbeiten, ohne genau zu wissen, wohin sie führen. Dafür benötigen wir Future Skills. 

Future Skills sind Kompetenzen, die uns helfen, in einer Welt im Wandel handlungsfähig zu bleiben. Sie unterstützen uns dabei, 

  • Neues zu lernen,
  • mit Veränderungen umzugehen und
  • verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen – im Beruf wie im Alltag. 

Dazu gehören Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen, die für alle Menschen wichtig sind, ebenso wie spezifische Kompetenzen für Expert:innen. Future Skills befähigen uns, unsere Welt souverän, verantwortungsbewusst und gemeinschaftlich zu gestalten.

Doch welche Future Skills werden in den nächsten fünf Jahren besonders wichtig? Um diese Frage fundiert zu beantworten, hat der Stifterverband gemeinsam mit Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Zivilgesellschaft und Politik sein Future-Skills-Framework weiterentwickelt. Ergebnis sind 30 klar beschriebene Kompetenzen in fünf Kategorien, die Orientierung geben – für Schulen, Hochschulen und Unternehmen.

Vier Kompetenzkategorien sind für alle Menschen wichtig: grundlegende, transformative, gemeinschaftsorientierte und digitale Zukunftskompetenzen. Ergänzt werden sie durch technologische Zukunftskompetenzen, die vor allem für ausgewiesene Expert:innen relevant sind.

 

Future-Skills-Pyramide gesamt
  • Grundlegende Zukunftskompetenzen sind zeitlos und bilden das Fundament für alle weiteren Future Skills. Sie ermöglichen uns, zu lernen, kritisch zu denken, effektiv zu kommunizieren und kreativ sowie selbstreflektiert zu handeln.
  • Transformative Zukunftskompetenzen befähigen uns dazu, Wandel, Innovation und Nachhaltigkeit aktiv zu gestalten. Sie helfen, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, mit Unsicherheit umzugehen und innovative, nachhaltige Lösungen für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln.
  • Gemeinschaftsorientierte Zukunftskompetenzen unterstützen die Zusammenarbeit mit anderen. Sie sind entscheidend, um in einer diversen, demokratischen und vernetzten Gesellschaft verantwortungsvoll mitzuwirken und gemeinsam Lösungen zu finden.
  • Digitale Zukunftskompetenzen ermöglichen einen souveränen und kritischen Umgang mit digitalen Technologien, Informationen und Daten. Sie befähigen uns dazu, digitale Medien reflektiert zu nutzen, Informationen und Daten sicher zu bewerten und Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll einzusetzen.
  • Technologische Zukunftskompetenzen bezeichnen spezialisierte Kompetenzen im Umgang mit Schlüsseltechnologien. Sie sind vor allem für Expert:innen relevant und ermöglichen die Entwicklung, Steuerung und verantwortungsvolle Nutzung komplexer technologischer Systeme – von Data Science über KI-Entwicklung bis hin zu Cybersicherheit.
Alle 30 Zukunftskompetenzen im Überblick:
  1. Kritisches Denken: Kompetenz, Informationen und Argumente systematisch und konstruktiv zu hinterfragen und zu bewerten sowie begründete Urteile zu fällen.
  2. Kommunikationskompetenz: Kompetenz, in unterschiedlichen Kontexten klar, dialogorientiert und situationsangemessen zu kommunizieren. Dies beinhaltet auch Aspekte interkultureller Kommunikation.
  3. Kooperationskompetenz: Kompetenz, mit anderen zusammenzuarbeiten und die Kooperation und Kollaboration so zu gestalten, dass unterschiedliche Perspektiven in gemeinsame und nachhaltig wirksame Ansätze überführt werden.
  4. Problemlösungskompetenz: Kompetenz, komplexe oder neuartige Probleme zu erkennen und zu verstehen sowie strukturiert, kollaborativ und effektiv Lösungsansätze zu erarbeiten und zu deren Umsetzung beizutragen.
  5. Lernkompetenz: Kompetenz, das eigene Lernen selbstständig zu organisieren, weiterzuentwickeln und an neue Anforderungen anzupassen sowie neue Medien und digitale Technologien effektiv und selbstbestimmt zu nutzen.
  6. Ethische Kompetenz: Kompetenz, ethisch relevante Situationen und Entscheidungen zu erkennen, Handlungsoptionen und -alternativen ethisch begründet abzuwägen und das eigene Handeln danach auszurichten.
  7. Selbstkompetenz: Kompetenz, die eigene Entwicklung aktiv durch Selbstorganisation, Selbstmotivation und Reflexion zu gestalten und bewusst die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken.
  8. Kreativität: Kompetenz, originelle und neue Ideen zu entwickeln, diesen Gestalt und Form zu geben sowie vorhandene Ansätze weiterzudenken und zu verfeinern.
  9. Ambiguitätskompetenz: Kompetenz, Mehrdeutigkeit, Heterogenität, Unsicherheit und Widersprüche zu erkennen, konstruktiv-gestaltend damit umzugehen und die eigene Rolle darin zu reflektieren.
  10. Nachhaltigkeitskompetenz: Kompetenz, das eigene und gemeinschaftliche Handeln auf nachhaltige Entwicklung auszurichten basierend auf einem Verständnis, ökologischer, sozialer, politischer und ökonomischer Zusammenhänge und auf die Veränderung zu nachhaltigen Rahmenbedingungen hinzuwirken.
  11. Systemkompetenz: Kompetenz, komplexe Systeme, Zusammenhänge und Wechselwirkungen ganzheitlich zu erfassen und darauf basierend analytisch und fundiert zu handeln.
  12. Innovationskompetenz: Kompetenz, Innovationen im beruflichen oder privaten Kontext zu entwickeln und diese in einen wirksamen, nutzbringenden Kontext mit erkennbarem Mehrwert oder Fortschritt zu überführen.
  13. Visionskompetenz: Kompetenz, Zukunftsszenarien zu entwickeln, ihre Bedeutung auf (unternehmerisches) Handeln in der Gegenwart zu reflektieren und daraus eine zielorientierte Mission und initiale Maßnahmen abzuleiten.
  14. Resilienz: Kompetenz, konstruktiv mit Belastungen und Veränderungen umzugehen, daraus gestärkt hervorzugehen und damit psychisch, sozial und organisational widerstandsfähig zu bleiben.
  15. Dialogkompetenz: Kompetenz, respektvoll und empathisch in Austausch zu treten, andere Perspektiven übernehmen zu können, unterschiedliche Positionen konstruktiv zu verhandeln und Konflikte produktiv zu lösen.
  16. Demokratiekompetenz: Kompetenz, sich für Grundprinzipien eines demokratischen und solidarischen Miteinanders einzusetzen durch aktive politische Beteiligung, den Einsatz für den Schutz von Grundrechten sowie im bewussten Vermeiden von Desinformation.
  17. Verantwortungsübernahme: Kompetenz, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Möglichkeiten für Verantwortungsübernahme zu identifizieren, für eigenes Handeln und dessen Folgen einzustehen und im Bewusstsein möglicher Konsequenzen Entscheidungen zu treffen.
  18. Beteiligungskompetenz: Kompetenz, sich aktiv und verantwortungsvoll an Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen zu beteiligen, sie zu initiieren und anderen Partizipation in unterschiedlichen Kontexten zu ermöglichen.
  19. Diversitätskompetenz: Kompetenz, wertschätzend mit Vielfalt umzugehen, ein inklusives und diversitätssensibles Miteinander zu gestalten und Unterschiede produktiv in Zusammenarbeit einzubringen.
  20. Informationskompetenz: Kompetenz, Informationsbedarf zu erkennen, relevante Informationen gezielt zu ermitteln, Informationen zu beschaffen, mit Informationsvielfalt umzugehen, Informationen zu organisieren, kritisch zu bewerten und wirksam zu nutzen.
  21. AI Literacy: Kompetenz, KI und deren Anwendung zu verstehen, KI-Systeme produktiv zu nutzen und Chancen und Risiken kritisch zu hinterfragen. Souveränes und erfolgreiches Handeln in einer durch KI beeinflussten Welt.
  22. Digital Literacy: Kompetenz, digitale Technologien selbstbestimmt zu nutzen in Verbindung mit einem Verständnis von grundlegenden Sicherheitsregeln im Netz, der Kenntnis gängiger Tools und Systeme sowie einer respektvollen und effizienten Kommunikation und Kollaboration in digitalen Kommunikationskanälen.
  23. Medienkompetenz: Kompetenz, Medien im digitalen Zeitalter kritisch, kreativ, sicher und verantwortungsbewusst zu nutzen, zu erstellen und zu analysieren.
  24. Data Literacy: Kompetenz, Daten auf kritische Art und Weise zu sammeln, zu managen, zu bewerten und anzuwenden.
  25. Data Science & Analytics: Kompetenz, komplexe Daten systematisch zu erheben, aufzubereiten, zu analysieren und daraus belastbare Erkenntnisse für Entscheidungen, Innovation und Wertschöpfung abzuleiten.
  26. Autonomous Systems & Robotics: Kompetenz, intelligente und autonom agierende Systeme sowie Robotiklösungen zu entwickeln, zu steuern und verantwortungsvoll in Arbeits- und Lebenswelten zu integrieren, um menschliche Fähigkeiten sicher und effizient zu erweitern.
  27. Cloud Development & Operations: Kompetenz, skalierbare cloudbasierte Anwendungen und Infrastrukturen sicher zu entwickeln, zu betreiben und kontinuierlich zu optimieren, um resilienten und effizienten digitalen Servicebetrieb zu gewährleisten.
  28. Cybersecurity: Kompetenz, Informations- und technologische Systeme proaktiv gegen Bedrohungen zu schützen, Sicherheitsrisiken zu bewerten und robuste Strategien für Prävention, Erkennung und Reaktion zu entwickeln und umzusetzen.
  29. AI Engineering: Kompetenz, KI-Systeme und Modelle verantwortungsvoll zu konzipieren, zu entwickeln, zu trainieren und in produktive Anwendungsumgebungen zu integrieren, um datengetriebene Wertschöpfung zu ermöglichen.
  30. Change Management & AI Leadership: Kompetenz, KI-getriebene Veränderungsprozesse strategisch zu gestalten, Menschen und Organisationen kompetent durch Transformation zu führen und Akzeptanz, Nutzen und nachhaltige Wirkung sicherzustellen.

 

 

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